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Berliner Luftmuseum

Wintersemester 2004/05
bei Prof. K.-H. Winkens

 

 

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Berliner Luftmuseum
Das Labyrinth

Aufgabenstellung

Unter Einbeziehung eines Bunkers aus dem 2. Weltkrieg auf dem ehemaligem RAw-Gelände an der Revaler Straße in Berlin soll ein "Berliner Luftmuseum" entworfen werden.

Die Interpretation des Begriffes "Luftmuseum" gehört ebenso zur Aufgabe wie der Entwurf des Museums.

Museumskonzept
Nicht erst seit Programmen wie "Google Earth" sind die Menschen fasziniert von Luftbildern. Diese sind jedoch meist nur vereinzelt und im Zusammenhang mit thematisch anderen Schwerpunkten zu betrachten. Meine Idee zum "Luftmuseum" entwickelte sich deshalb zu der eines "Luftbildmuseums", in dem Luftbilder ausgestellt werden. Um einen Bezug zum Ort herzustellen liegt der Schwerpunkt auf Bildern aus Berlin, die Stadt bietet sich geradezu dafür an, die Entwickung verschiedener Gebiete anhand von Luftbildern darzustellen. Außerdem soll den Besuchern des Museums die Möglichkeit angeboten werden, sich vor Ort über Möglichkeiten zur Erstellung eines Luftbildes vom eigenen Haus oder der eigenen Firma zu informieren.

Das Gebäude
Die Überlegungen, welche Architektur den besten Bezug zu dem Thema "Luftbild" herstellen könnte, führten zur Idee des Labyrinthes. Die Wegeführung eines Labyrinthes erschließt sich erst mit dem Blick "von oben" komplett. Im Gegensatz zum Irrgarten wird der Besucher in einem Labyrinth von einem Punkt zum anderen geführt, ohne die Möglichkeit zu haben, seinen Weg frei zu wählen. Der Bunker mit seinem kreisförmigen Grundriß bildet einen idealen Mittelpunkt für ein ihn umgebendes Labyrinth. Man nähert sich ihm auf dem Weg zwar immer wieder, kann ihn aber erst am Ende des Labyrinthes betreten. Der erste Teil des Weges führt im Außenbereich über absteigende Plattformen zum eigentlichen Eingang des Museum, das unterirdisch in der zweiten Hälfte des Labyrinthes liegt. Von hier aus kann der Besucher den Bunker betreten und auf der einen Seite der in ihm liegenden Treppen-Doppelhelix nach oben gelangen, um auf der obersten Ebene ein "Live-Luftbild" auf Monitoren zu betrachten, das von Kameras auf der Bunkerspitze übertragen wird. Hier werden nun das Labyrinth und die Bewegungen der Besucher in bzw. auf ihm von oben gezeigt. Der Weg führt über die zweite Treppe aus dem Bunker heraus auf die "Decke" des unterirdischen Museumsteiles, die wiederum aus Plattformen in verschiedenen Höhenabstufungen besteht. Die begehbaren Oberlichter ermöglichen es den Besuchern im Außenbereich, von oben einen Blick auf Diejenigen im Innenbereich zu werfen.

 
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